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Verfassungsgericht hält Verbot von "Globalisierungsfalle" in Südkorea aufrecht

 

Das südkoreanische Verfassungsgericht rechtfertigte das Verbot von aufrührerischen Büchern innerhalb des Militärs damit, dass dieser Bann dazu dient, die Schwächung der Moral zu verhindern, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap News Agency.

 
Das Verteidigungsministerium verbot 23 Bücher die es wegen pro-nordkoreanischen, antikapitalistischen, regierungsfeindlichen oder antiamerikanischen Inhalte als umstürzlerisch einstufte. Die Liste enthielt „Bad Samaritans“ von Chang Ha-jun, einem Cambridge-gelehrten Kapitalismus-kritischen Ökonomen, „Die Globalisierungsfalle“ von Hans-Peter Martin, einem österreichischen Journalisten, sowie Bücher über Nordkorea.
 
In einer 6:3 Entscheidung entschied das Verfassungsgericht, dass die Absicht des Verbots legitim und die Reichweite angemessen sei, da es „auf Bücher begrenzt ist, welche die geistige Stärke der Soldaten ernsthaft untergraben könnten.“
 
Eine Gruppe von sieben Justizbeamten des Militärs hatte im Jahr 2008 das Gericht angesucht und argumentiert, dass das Verbot die Grundrechte der Soldaten verletze und verfassungswidrig sei. Die Beamten wurden später entweder entlassen oder erhielten Disziplinarstrafen für Befehlsverweigerung und das Erzeugen einer Kontroverse.
 
Kritiker halten den inner-militärischen Bann für irrelevant und argumentieren, dass einige der Bücher sogar an Universitäten gelehrt werden.
 
 
Bericht von Kim Eun-jung. Erschienen auf der Internetseite der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News Agency, yonhapnews.co.kr, 28.10.2010. Übersetzung