Sichtweisen: Freunde

Parteien abschaffen?!

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...und die Krone

 

Faktor „Krone“
 
Seriöse österreichische Wahlforscher schätzen, dass die umfassende, positive Berichterstattung über H.P. Martin in der „Kronenzeitung“ bei der EU-Wahl 2004 etwa fünf Prozent der österreichischen Wählerstimmen sicherte (Martin kam insgesamt auf 14 Prozent). 
 
Für das EU-Wahljahr 2009 liegen die Schätzungen bei sechs bis acht Prozent – nicht weniger, aber eben auch nicht mehr (Martin erreichte bundesweit einen außergewöhnlichen Wähleranteil von 17,7 Prozent).
 
Auffällig ist in jedem Fall, dass H.P. Martin in jenen Gegenden Österreichs am erfolgreichsten war, in denen die „Krone“ am wenigsten verbreitet ist - nicht nur in seinem Heimatbundesland Vorarlberg, sondern auch in "Krone"-fernen Gegenden in Salzburg, in Oberösterreich oder im Burgenland. Und nicht zu übersehen ist auch, dass den wenigen herkömmlichen Parteien in Österreich jedes Jahr 170 Millionen Euro an staatlicher Parteienförderung zur Verfügung stehen – pro Kopf die höchste Politiksubvention weltweit.
 
Entsprechend großflächig und massiv fällt bei jedem Wahlgang in der Alpenrepublik die Parteienwerbung ins Auge. Hinzu kommt der rückhaltlos genutzte Zugang der etablierten Parteien zu Sendeauftritten im ORF, der weiterhin für mehr als 60 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher politisch meinungsbildend wirkt.
 
H.P.Martin erhält im Durchschnitt nur 370.000 Euro jährlich an Förderungen für Werbung, Rechtskosten, Öffentlichkeitsarbeit etc. Und außer bei den EU-Wahlen 2009 wurde ihm im ORF-Fernsehen bislang jede Diskussionsteilnahme verwehrt.
 
Über sein persönliches Verhältnis zum verstorbenen "Krone"-Herausgeber Hans Dichand und entsprechende Abmachungen sagt H.P. Martin: