Das Londoner "Bureau of Investigative Journalism" berichtet heute, dass die Europäische Kommission Unsummen für Privatjetflüge, luxuriöse 5-Sterne-Hotels, Feste und Geschenke von Tiffany-Schmuck ausgegeben hat, während sich europäische Staaten Haushaltskürzungen und IWF-Hilfspaketen gegenübersehen.
• EU-Kommissare haben zwischen 2006 und 2010 über 7,5 Mio. € für Privatjetflüge ausgegeben;
• EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und acht seiner
Assistenten brachten es auf eine Rechnung von 28.000 €, als ihre
Delegation vier Nächte im New Yorker Peninsula Hotel abstieg, wo Suiten im
Durchschnitt 780 € pro Nacht kosten;
• Gastredner der EU-Kommission erhielten als Zeichen der Anerkennung Schmuckstücke, Manschettenknöpfe und Füllfederhalter von Tiffany. Von 2008-2010 beliefen sich die Gesamtausgaben für Besuchergeschenke auf über 20.000 €.
• 2009 wurden über 300.000 € für Veranstaltungen ausgegeben, welche die EU als „Cocktailpartys“ bezeichnete. Die Rechnung für eine von der EU-Exekutivagentur für Forschung subventionierte Veranstaltung in Amsterdam betrug 75.000 €. Den Gästen versprochen wurde ein
„unvergleichlicher Abend voller Überraschungen … neuester Technologie und
anspruchsvoller Kunst, gepaart mit schicken Cocktails, verblüffenden
Darbietungen und Top-DJs“
Inzwischen fordert die EU-Kommission eine Etaterhöhung von 4,9 Prozent.
2009 bezahlte die EU-Kommission auch Away-Days für EU-Beamte und ihre
Familien in 5-Sterne-Resorts in Neuguinea und Ghana. In einem Fall flog eine vietnamesische Delegation 44 ihrer Mitarbeiter in das 5-Sterne Palm Garden Resort, um dort an einem Kurs zur „Verbesserung der internen Kooperation“ teilzunehmen.
Presseanfragen bitte an Iain Overton, Geschäftsführer, Bureau of Investigative Journalism, +44 (0)7773 078905, iainoverton@tbij.com
Das Bureau - www.thebureauinvestigates.com - ist eine Non-Profit-Organisation an der Londoner City University. Das Bureau hat in der Vergangenheit mit der Financial Times und der BBC an preisgekrönten Untersuchungen über die EU zusammengearbeitet. Die Untersuchung des Bureau zu den Ausgaben der Kommission stützt sich auf Zahlen des Finanztransparenzsystems (FTS) der Europäischen Union. Alle Zahlen wurden von den relevanten Abteilungen der Kommission verifiziert.