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Alarmierende Zahlen aus Österreich

 

Wie hoch sind die Schulden spanischer, griechischer oder portugiesischer Banken bei Österreichs Geldinstituten? Wieviel Geld der Sparer steht auf dem Spiel? Ein neuer Service auf dieser Internetseite: Ab sofort veröffentlichen wir brisante Daten im Überblick.
 
 
Die rechte Gefahr 1
 
2011-11-17--APA-Extremismus2010Auch im Jahr 2010 waren die Rechten wieder für die größte Anzahl an extremistischen Gewalttaten in Österreich verantwortlich. Und es wird scheinbar schlimmer: 2010 wurden 1040 Fälle von Rechtsextremismus angezeigt, während es 2009 mit 791 noch deutlich weniger waren. Ein Anstieg von 31,4% innerhalb eines Jahres.
 
 
Die Volksschule im europäischen Vergleich 2
 
Österreich kommt vor allem bei einer Statistik gut weg: Es gibt viele Lehrer und damit eine niedrige Schüler-zu-Lehrer-Ratio. Die Lehrkraft kann bei einer niedrigen Quote mehr Zeit mit jedem einzelnen Kind verbringen. In Österreich gab es 2009 in der Volksschule 12,6 Kinder pro Lehrer. EU- weit waren es durchschnittlich 14,5 Kinder und Deutschland brachte es sogar auf 17,4 Kinder pro Lehrer. Die kleinsten Klassen gibt es in Malta (9,4), Litauen (9,7) und Dänemark (9,9). Die größten Klassen findet man in Großbritannien (19,9), Frankreich (19,7) undTschechien (18,4).
 
Bei dem Geschlecht der Lehrer ist Österreich noch konservativer als die meisten EU- Länder - obwohl man eine Erhöhung der Anzahl an männlichen Volksschullehrern anzielt sind noch immer 89,6% der Lehrkräfte Frauen. Im EU-Durchschnitt sind es 86%, unser Nachbar Deutschland kommt mit 85% ein wenig besser weg. Dänemark (68,8%) hat die ausgeglichenste Rate, dahinter folgen Luxemburg (73,6%) und Spanien (74,3%). Die wenigsten Männer in der Primarstufe haben Tschechien (97,6%), Slovenien (97,5%) und Litauen (96,7%).
 
Österreichs Volksschullehrer sind auch etwas älter als der Durchschnitt: 36,2% von ihnen sind älter als 50 Jahre, der europäische Durchschnitt ist 28,6%. Am wenigsten Lehrer über 50 gibt es in Zypern (3,1%), Polen (13,4%) und Slovenien (18,2%). Deutschland hat den ältesten Lehrkörper: 49,3% der Grundschullehrer sind älter als 50, also fast jede(r) Zweite. Schweden folgt mit 48,1% und Italien mit 44,8%.
 
 
Österreichs Bevölkerung nach Alter 3
 
Statistik Austria hat die Bevölkerung Österreichs nach Alter erfasst und anhand vieler Kriterien eine Prognose getroffen wie sich unser Volk bis 2050 verändern wird. Hier die Zahlen und zusätzlich haben wir Ihnen den Anteil jeder Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung errechnet - besonders dadurch wird deutlich wie sehr unsere Gesellschaft altert und weiter altern wird.
 
Altersgruppe Anzahl
2010
Prognose
2050
Anteil
2010
Anteil
2050
Veränderung
Insgesamt 8 387 742 9 360 344 100% 100% -
0-17 Jahre 1 533 013 1 506 573 18,2% 16,1% -2,1%
18-29 Jahre 1 283 464 1 204 502 15,3% 12,9% -2,4%
30-54 Jahre 3 131 786 2 823 709 37,3% 30,2% -7,1%
55-64 Jahre    959 343 1 175 314 11,4% 12,6% +1,2%
65-79 Jahre 1 075 127 1 559 081 12,8% 16,7% +3,9%
über 80 Jahre    405 009 1.091.165   4,8% 11,7% +6,9%
 
 
Verteilung von Immobilienbesitz 4
 
20% der Österreicher besitzen 75% aller privaten Immobilien
40% der Österreicher besitzen die übrigen 25%
40% der Österreicher besitzen gar keine Immobilien
 
 
Österreichisches Staatsbudget 2011:
 
70,1 Milliarden Euro
 
 
Österreichische Staatschulden Ende 2010:
 
208 Milliarden Euro,
zusätzlich 20 Milliarden für die ÖBB,
12 Milliarden für die ASFINAG,
außerdem Milliardenschulden der Länder, Gemeinden, für Pensionsleistungen, etc.
 
 
Kredite und Geldanlagen österreichischer Banken, Versicherungen und Pensionsfonds in Euro-Problemstaaten:
 
72,3 Milliarden Euro, davon
16,2 Milliarden in Irland,
12,9 Milliarden in Spanien,
8,6 Milliarden in Griechenland,
3,4 Milliarden in Portugal.
 
 
EU-Rettungsschirm (Europäischer Stabilitätsmechanismus - ESM):
 
Wert: 700 Milliarden Euro, davon sind 80 Milliarden Euro Direktbeiträge der Mitgliedsstaaten, 420 Milliarden Euro Kreditgarantien die die Mitgliedsstaaten für "ESM-Anleihen" gewähren, und 250 Milliarden Euro werden vom Internationalen Währungsfond (IMF) zur Verfügung gestellt.
 
Österreich zahlt 2,2 Milliarden Euro direkt ein und garantiert weitere 17,3 Milliarden. Mit 8,4 Millionen Einwohnern zahlt Österreich pro Einwohner 262 Euro in den ESM ein und haftet für weitere 2060 Euro.
 
 
Bereits erworbene Pensionsansprüche von EU-Beamten, die durch keinerlei Rücklagen gedeckt sind:
 
32 Milliarden Euro,
Österreichs Anteil daran: 1,1 Milliarden Euro 
 
 
Quellen:
 
1 Der Standard, 16.11.2011
2 Eurostat, 2011: Trends in European education during the last decade
3 Statistik Austria, Bevölkerungsprognose 2011
4 Österreichische Nationalbank: Immobilienvermögenserhebung 2008; NEWS 38/2011
 
 
Meldung vom 18.2.2011, aktualisiert am 17.11.2011