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"Euronews": EU-Rechnungshof kritisiert Betrug und Schlamperei

Der Europäische Rechnungshof hat Betrug und Schlampereien bei den Auszahlungen von EU-Geldern kritisiert. Das oberste Finanz-Kontrollorgan der EU stellte in Straßburg seinen Jahresbericht über den Haushalt 2005 vor. Der zuständige EU-Kommissar Sim Kallas verwies darauf, dass im vergangenen Jahr etwa zwei Milliarden Euro fehlerhafter Zahlungen wieder eingetrieben worden seien.  Man könne nicht erwarten, dass die Vergabe von mehr als einhundert Milliarden Euro leicht zu bewerkstelligen sei, betonte der EU-Kommissar.

Am stärksten von Unregelmäßigkeiten betroffen waren dem Bericht zufolge die zwei größten Ausgabenbereiche Landwirtschaft und Strukturpolitik.

Der österreichische Europa-Abgeordnete Hans-Peter Martin: "Der Bericht ist eine sehr scharfe Kritik an der Art, wie mit Geld umgegangen wird in der EU, vor allem diesmal bezogen auf die Kommission, auf die internen Politikbereiche. Man sollte ihn dringend ernst nehmen. Und gerade dort, wo die Kommission selbst reformieren kann, sollte sie reformieren, sonst verliert Europa mehr und mehr Akzeptanz bei den Bürgern."

Die Europäische Kommission warf dem Rechnungshof vor, aus relativ wenigen Fällen viel zu große Schlussfolgerungen zu ziehen: Das Kontrollorgan habe nur wenige hundert von mehreren Millionen Tansaktionen untersucht, hieß es in Brüssel.


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Erschienen auf Euronews-Online am 24.10.2006

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