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Zehn Millionen TV-Zuseher bei EU-Privilegiensendungen auf RTL. Und was läuft beim ORF?
Mehr als zehn Millionen Fernsehzuseher verfolgten am 27. April 2005 bei drei Sendungen auf RTL (Nachrichten um 18.45, dann "RTL explosiv" und Stern TV) umfangreiche Berichte über den EU-Skandal. Wer gegen die aufgezeigten Mißstände protestieren will - bitte eine E-Mail an die Abgeordneten schicken. Adressen über www.europarl.eu.int, dann "Europa-Abgeordnete" anklicken. Und was macht der ORF?

Allein in Österreich interessierten sich im Laufe des Abends mehr als 700.000 TV-Zuseher für die Zustände in Brüssel - so die Schätzungen des deutschen Senders RTL. Stern TV griff bereits zum 13. Mal das Thema auf, seit der unabhängige österreichische EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin damit vor einem Jahr an die Öffentlichkeit ging. Der öffentlich-rechtliche Sender ORF aus Österreich hingegen, der den jeweiligen Regierungsparteien sehr nahe steht, hat aber bislang noch nie über den Spesen- und Privilegienskandal ernsthaft berichtet. Die ORF-Verantwortlichen in Wien und in Brüssel üben Zensur und boykottieren ETI-Gründer Martin. Seit den EU-Wahlen im Juni 2004 kam er - entgegen allen ORF-Gepflogenheiten - auch nie mehr live zu Wort. Unzählige Proteste von Gebührenzahlern und interessierten Wählern gegen diese Bevormundung blieben bislang erfolglos.Eine entsprechende Klage wurde eingebracht.
ETI-Meldung vom 28. April 2005
Siehe auch:
Internetseite von Stern TV
EU-Parlamentarier warnen sich vor Stern TV
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