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Rückzug der Stadt Straßburg: Keine Klage gegen Martin

In Zeitungen auf allen Kontinenten war zu lesen, daß die Stadt Straßburg gegen den unabhängigen österrreichischen EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin Klage wegen dessen Vorwürfen beim EU-Gebäudeskandal einreichen werde. So wurde wehrhaft der Eindruck vermittelt, die Vorwürfe seien haltlos. Dabei haben die Stadtpolitiker aber längst zum Rückzug geblasen. Vielmehr bitten Sie jetzt ausgerechnet Frankreichs skandalumwitterten Staatspräsidenten Jaques Chirac, bei Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu intervenieren, um den österreichischen Untertanen Martin so auf diplomatischem Wege zur Räson zu bringen.

Eine obrigkeitsorientierte Staatsgroteske aus dem Land, das uns einst den souveränen Code civil, mithin die Bürgerlichen Gesetzbücher, brachte. Arm die Franzosen, die heute von solch armseligen Politikern vertreten werden. Auch "Süddeutsche Zeitung" und "Bild" haben entgegen den Ankündigungen keine Klagen erhalten.

 

 


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