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ORF-Report wieder einmal aktiv
Während europaweit die entscheidenden Tage um die EU-Verfassung und ein neues EU-Abgeordnetenstatut anbrechen, arbeitet der öffentlich-rechtliche ORF in Wien, der den jeweils Regierenden nahe steht, wieder einmal an einer negativen TV-Reportage über Hans-Peter Martin.
Das große Abkassieren in Brüssel ist der gebührenfinanzierten ORF-Führung noch nie einen längeren Beitrag wert gewesen, auch nicht das Verstecken von Hunderten Parteimillionen. Wohl aber die offen gelegten Spesen und Wahlwerbegelder Martins auf dieser Internetseite. Die Sendung am 31.Mai 2005 sprach für sich. Eine Klage gegen die letzte Sendung über Martin am 19. Oktober ist bereits bei Gericht. Kronzeugin gegen Martin war seine Listenzweite Karin Resetarits, selbst eine langjährige ORF-Redakteurin, die als EU-Parlamentarierin ihrer eigenen Selbstverpflichtungserklärung leider nicht nachkommt und nicht einmal Geldempfänger aus EU-Pauschalen nennen will - und schon gar nicht, wie sie ihre EU-offizielle "Allgemeinen Kostenvergütung" von 3.700 Euro monatlich verwendet. Ein vielleicht erhellender Briefverkehr zur Sendung:
Nach einem Telefonat am Freitag, 27. Mai 2005 vormittags traf zunächst diese E-Mail ein:
Betreff: Dringend: Wahlkampfkosten et al. Von: Joerg.Hofer@orf.at Datum: Fr, 27.05.2005, 12:47 An: office@eti.info --------------------------------------------------------------------------
Sg. Herr Martin,
bezüglich unseres Telefonates darf ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Leider finden sich auf Ihrer Internetseite keine Angaben zu den Aussagen von Frau Resetarits bzw. zu der Frage, ob die Agenden der Firma MMKmedia in Sachen Wahlkampf von Ihnen mitgetragen wurden/werden. Um dies geht es allerdings in unserem TV-Beitrag.
Noch kann ich genaue Angaben zur Verwendung der rund 1,5 Millionen Euro Steuergelder (Wahlkampf) bzw. deren Überreste finden.
Da Sie sich nach eigenen Angaben "zu wichtigen Recherchen im Ausland" befinden und daher zu keinem Interview bereit sind (und uns auch nicht verraten wollen, wo Sie anzutreffen sind), darf ich Sie um eine detaillierte schriftliche Stellungnahme ersuchen, die dann bei der Gestaltung des "Report"-Beitrags (selbstverständlich unter Einhaltung des Objektivitätsgebotes) einfließen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Hofer
Mag. Jörg Hofer Producer FI1-Report ORF Austrian Broadcasting Corporation Würzburggasse 30, 1136 Wien Austria
www.orf.at <http://www.orf.at>
Darauf die Antwort:
Date: Fri, 27 May 2005 16:50:18 +0200 (CEST) Subject: Re: Dringend: Wahlkampfkosten et al. From: office@hpmartin.net To: Joerg.Hofer@orf.at
Sehr geehrter Herr Hofer,
hiermit bestätige ich Ihnen den Eingang Ihrer E-Mail vom 27. Mai 2005.
Erneut erlaube ich mir Sie wie schon bei unserem Telefonat heute morgen auf die Internetseite www.hpmartin.net mit Hinweisen auf der Startseite rechts "Details zu EU-Spesen und Wahlwerbegeldern" und links (Rubrik "Ihr Steuergeld" sowie in der Rubrik "Die EU-Wahl 2004") aufmerksam zu machen. Dass Sie da keine Antworten zur konkreten Verwendung der Wahlwerbegelder finden ist schwer nachvollziehbar. Unzählige andere Besucher der Seite haben keine Probleme, diese Angaben zu finden, wie aus den positiven E-Mail-Reaktionen darauf hervorgeht.
Wenn Sie nach der Lektüre noch Detailfragen - etwa noch genaueres zu MMK-Media - haben, so werde ich diese gerne beantworten.
Noch einmal möchte ich festhalten, dass es keineswegs so ist, dass ich nicht zu einem Interview bereit bin. In dem von Ihnen vorgeschlagenen Zeitraum bin aber, wie am Telefon gesagt, leider zu wichtigen Recherchen im Ausland. Das Ergebnis dieser Recherchen wird am 8. Juni 2005 bei einer internationalen Pressekonferenz im Europäischen Parlament in Straßburg präsentiert - auch dazu findet sich ein Hinweis auf meiner Internetseite. Hiermit lade ich Sie auch persönlich gerne zur Pressekonferenz ein, die ich gemeinsam mit den EU-Abgeordneten Paul van Buitenen und Ashley Mote abhalten werde.
Über die Rolle des öffentlich-rechtlichen ORF und Ihrer Verpflichtung zu Objektivität und umfassender Information gegenüber Wählern und Gebührenzahlern haben wir ja auch gesprochen, zumal weiterhin eine Klage gegen den ORF-Report wegen dessen Berichterstattung über die Liste Martin anhängig ist.
In diesem Zusammenhang ist es schwer nachvollziehbar, dass der ORF nunmehr binnen weniger Tage (nach einem Live-Auftritt in der "ZiB2") der langjährigen ORF-Redakteurin Frau Resetarits eine breite Plattform bietet. Über meine politischen Aktivitäten berichteten Sie aber seit der EU-Wahl 2004 kaum etwas, schon gar nicht bei einem Live-Auftritt.
Mit freundlichen Grüßen Hans-Peter Martin
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