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Millionenförderungen, die Türkei und Ferrero-Waldner
Das größte österreichische Magazin "News" veröffentlicht dieses politische Interview.
„Die zeigen uns den Stinkefinger“
HPM über Millionenförderungen, die Türkei und Ferrero
NEWS: Nach dem EU-Spesenskandal haben Ihre Kollegen Besserung gelobt. Halten die ihr Versprechen?
Martin: Das können wir erst 2005 beurteilen. Doch jetzt soll die Sekretariatszulage um dreiste 17,6 Millionen erhöht werden und die Parteienförderung bald 100 Millionen Euro erreichen. Da wird dem Steuerzahler der Stinkefinger gezeigt.
NEWS: Haben Sie Videos, die zeigen, wie sich Parteischatzmeister auf die äußerst üppige Parteienförderung einigen?
Martin: Bei solchen Treffen war ich dabei. Meine Kamera auch. Internationale Medien greifen das auf, nur die ORF-Führung grenzt uns aus, obwohl uns 14 Prozent der österreichischen Wähler zur drittstärksten Gruppe gemacht haben.
NEWS: Stichwort Türkei-EU-Beitrittsverhandlungen zur EU. Wie ist Ihre Position?
Martin: Der Türkei-Bericht der EU-Kommisssion ist ein größenwahnsinniges Unterfangen, ein Sieg der US-Strategien. Jetzt kommt es mehr denn je auf die österreichische Neutralität an. Das wird zu einer echten Mutprobe für Kanzler Wolfgang Schüssel.
NEWS: Mit Benita Ferrero-Waldner hat er doch jetzt den richtigen Ansprechpartner, nachdem sie bei ihrer Anhörung so geglänzt hat.
Martin: Die Anhörungen waren eine Farce. Da war alles schon vorher ausgemacht. So wird in Brüssel die Demokratie verhöhnt.
Erschienen im österreichischen Magazin "News", Heft 41/04.
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