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Hinter den Kulissen des EU-Gipfels

Hans-Peter Martin gelangte beim EU-Gipfel in Lissabon in den streng abgeschirmten Bereich der Regierungschefs - und beobachtete auch die EU-Medienvertreter. Der Ex-"Spiegel"-Korrespondent, nun unabhängiger EU-Abgeordneter, enthüllt die Banalität des neuesten EU-Verhandlungsbasars und wie dort Meinung gemacht wird.

 

In der Dunkelkammer der Macht

Hinter den Kulissen des schicksalhaften EU-Gipfels in Lissabon

Hans-Peter Martin gelangte beim EU-Gipfel in Lissabon in den streng abgeschirmten Bereich der Regierungschefs – und beobachtete auch die EU-Medienvertreter. Der Ex-„Spiegel“-Korrespondent, nun unabhängiger EU-Abgeordneter, enthüllt die Banalität des neuesten EU-Verhandlungsbasars und wie Meinung gemacht wird.

Der fensterlose Raum wirkt wie ein Bunker in einem schlecht belichteten Gruselfilm. Doch er ist echt. Im blaugrauem Halbdunkel sitzen in einem absurd langen Oval 27 Staats- oder Regierungschefs sowie deren Außenminister, dazu die Brüsseler EU-Spitze. Gespenstisch. Selbst die engsten Berater müssen den Saal verlassen, auch alle Sicherheitsleute. Keiner, der nicht zum engsten EU-Machtzirkel des EU-Rates gehört, darf bleiben, Zeitungsjournalisten werden schon vor dem Gebäude rüde abgewiesen. Mit ein paar Tricks und viel portugiesisch, das ich als „Spiegel“-Korrespondent in Südamerika gelernt habe, hatte ich insgesamt vier Kontrollstellen umgangen, um bei dieser entscheidenden EU-Gipfelsitzung hinter geschlossenen Türen dabei zu sein, bei der es um Sein oder Nichtssein des neuen EU-Reformvertrages ging.


Siehe auch:

Kronen Zeitung: EU-Gipfel: In der Dunkelkammer der Macht

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