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Österreichs Politlandschaft im Umbruch: 7 Prozent für Martins Bürgerliste?

Laut mehrerer neuer Umfragen würde eine unabhängige Bürgerliste mit Hans-Peter Martin bei Österreichs Nationalratswahlen aus dem Stand sieben Prozent der Stimmen erreichen, falls am kommenden Sonntag gewählt würde. An der Spitze lägen erstmals seit langem die Sozialdemokraten mit 35 Prozent hinter der konservativen ÖVP (38 Prozent). Vor wenigen Wochen noch sahen Meinungsforscher Martin bei fünf Prozent, gewählt wird aber vermutlich erst im November 2006. Eine Martin-Liste würde vor allem dem Jörg Haider-Nachfolger HC Strache (FPÖ) Stimmen kosten, aber auch den Sozialdemokraten.

"Nie zuvor habe ich in so kurzer Zeit so viele ermunternde Anrufe und E-Mails aus Österreich bekommen wie seit dem Bekanntwerden des Milliarden-Spektulationsverlustes bei der Gewerkschaftsbank Bawag", erklärt der freie EU-Abgeordnete Martin. Zwei von drei Kriterien für eine Kandidatur sieht er derzeit erfüllt, meint aber auch, daß sich die politische Wetterlage noch ändern könne - wenn etwa die Regierungspartei ÖVP mit Sicherheitsthemen die öffentliche Debatte durch Einflußnahme insbesondere auf den ORF beherrschen könnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erschienen auf der Internetseite "DerStandard.at", 28.3.2006.


Siehe auch:

News-Gallup-Umfrage: 7 Prozent

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