Liebe Interessierte,

 

dies ist die Internetseite des Autors und Journalisten Hans-Peter Martin.

 

Ich gehöre nicht zu jenen, die vorschreiben, was man zu denken hat.

Vielmehr versuche ich zu verstehen, stelle viele unbequeme Fragen und bemühe mich um Antworten, auch unkonventionelle.

 

Ab 24. September 2018 wird ein neues Buch von mir erhältlich sein:

 

„Game Over – Wohlstand für wenige, Demokratie für niemand, Nationalismus für alle – und dann?“

 

Es erscheint im Verlag Penguin Random House, und das Manuskript befindet sich – mit neun anderen Titeln – bereits auf der Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2018.

 

Der Link:

https://www.randomhouse.de/Buch/Game-Over/Hans-Peter-Martin/Penguin/e538698.rhd

 

Die Arbeit an „Game Over“ war so aufwendig, dass ich es bislang nicht geschafft habe, meine neue Internetseite ins Netz zu stellen. Das wird in Bälde erfolgen.

 

Das Konzept zu diesem Buch entstand in New York in der Nacht, als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde. Nehmen wir ihn ernst, schrieb ich damals an den Verleger, auch den Brexit und den damals schon absehbaren Rechtsruck in Österreich und Italien. Die Neonationalen werden tun, was sie versprechen. Die ersten Ideen für den Buchttitel klingen heute schon gestrig: „Der rechte Weg“, sollte er zuerst lauten, absichtsvoll doppeldeutig.

Vor zwei Jahrzehnten warnten Harald Schumann und ich in der „Globalisierungsfalle“ vor dem „Angriff auf Demokratie und Wohlstand“. Das Buch war als Warnruf gedacht, erwies sich aber leider in vielem als Prognose. Nunmehr heißt es „Game Over“, für den Westen, für unser Zivilisationsmodell. Kapitalismus funktioniert auch ohne Demokratie und ohne Einhaltung liberaler Menschenrechte. Die Volksrepublik China ist mit ihrem kapitalistischen Überwachungskommunismus der wahre Sieger nach dem Kalten Krieg und die größte Gefahr für eine Zukunft in Freiheit.

Wie konnten wir nur so versagen? Mit Hyperglobalisierung und Digitalisierung, Börsenkrachs, Klimawandel und Massenmigration knicken alle vier Säulen unserer bisherigen Demokratien ein: die Legislative, die Exekutive, die Judikative und die sogenannte „vierte Gewalt“, die Medien.

Die liberale Demokratie ohne stabiles soziales Fundament erweist sich als Fehlkonstruktion. Unhaltbare wirtschaftliche Ungleichheit und allgegenwärtige Unsicherheit münden in nationalen Chauvinismus. Die Kriegsspirale dreht sich.

Das ist kein Zukunftsszenario. Es geschieht jetzt. Wir befinden uns mitten in einer Global-Revolution. Der Trumpismus – auch ohne Trump - wird nicht kommen, er ist da. Die Wohnungen werden nicht unbezahlbar werden, sie sind es. In vielen EU-Staaten droht nicht die Wahl rechtsnationaler Regierungen, sie sind bereits an der Macht. Aufwachen.

Persönlich bin ich mit einem breiten politischen Spektrum vertraut, vom früher noch linken Milieu im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ bis zu den vielen Argumenten, auf die man als Politiker und Journalist vor allem bei Straßendiskussionen trifft.

Beim Schreiben bemühte ich mich, eine innere Distanz zu den Analysen und oft angstmachenden Prognosen zu wahren. Schön wäre es, wenn es Ihnen beim Lesen manchmal so ginge wie mir beim Recherchieren: Plötzlich verstand ich einen Zusammenhang oder konnte eine Flut von Ereignissen zumindest zuordnen.

Als lebenslanger Grenzgänger zwischen Medien und Politik reizte mich auch die Gratwanderung – der Versuch, ein Manuskript zu verfassen, das weder Leser vor den Kopf stößt, die neonationalen Positionen etwas abgewinnen können, noch Kinder der Bonner Republik wie mich. Mein Verleger schrieb nach der ersten Lektüre, es sei „ein Buch voller Bücher geworden, zu den Ursachen des ‚Handelskriegs’, zu den ‚Finanzcrashs’, zu ‚10 Jahre Lehman’, zum permanenten Erstarken der rechten Bewegungen und des Nationalismus, natürlich zum Versagen der Globalisierung, den Gefahren von Digitalisierung und Robotik, zum Auseinanderbrechen Europas, zur Wohlstandschere und so weiter. Es ist die Zusammenschau unseres giftigen Cocktails. Wir werden durch die Hölle gehen müssen...“. Ich fürchte, er hat Recht.

Nur die rasche und massenhafte Einsicht, dass eine grundlegende Veränderung notwendig ist, könnte noch helfen: Radikalität, aber aus der politischen Mitte heraus. Der Ausweg wäre eine große, glaubwürdige Teilhabe – sozial, ökonomisch, politisch und digital. Jetzt. Nur wie?

Davon handelt „Game Over“ auch. Es muss nicht zwingend dazu kommen, dass wir eines Tages betrauern, was wir alles verloren haben.

In Kürze finden Sie an dieser Stelle die ersten Reaktionen auf das Buch.

Und die Internetseite, die meine Tätigkeit im Europäischen Parlament bis 2014, meine früheren Buchveröffentlichungen und einiges Persönliches dokumentiert?

Zur dieser Version bitte hier.

 

Ich freue mich auch auf Ihre Reaktionen per E-Mail:

 

office@hpmartin.net

 

Berlin, am 14. September 2018